Das Gasthaus zur Traube in Egg

23.10.2016

Die Geschichte dieses Hauses kann bis ins Mittelalter zurückverfolgt werden. Bereits damals befand sich hier die obere Hubermühle. Um 1640 wurden Bäder angeboten. Damals wurde das Haus an der Hub Bad genannt. Ulrich Hammerer war um 1798 gleichzeitig Müller, Säger und Badwirt.

 

Außerdem befand sich dort auch eine Baumwollfärberei. Im Archiv von Wendelin Hammerer aus Großdorf ist nachzulesen, dass die Familie um Levi Strauss aus Buttenheim in Oberfranken, Stoffe mit der Farbe Indigo Blau an der Hub färben ließ. Die jüdische Familie Strauss wanderte 1847 nach San Francisco aus. Die aufkommende Goldgräberstimmung in Kalifornieren brachte viele Arbeiter an die amerikanische Westküste. Levi Strauss produzierte starke Arbeitshosen, die er an den Nähten mit Nieten verstärkte. Die heutige Jeans war geboren. Somit war auch Egger Handwerks Know-how an dieser Erfolgsgeschichte beteiligt.

 

Kaspar Ritter erwarb 1835 das Anwesen, erweiterte den Betrieb um eine Brauerei und erbaute an der neuen Großdorfer Strasse das Gasthaus zur Traube.

 

1850 erwarb Johann Peter Raid aus Krumbach das gesamte Anwesen, baute eine Malzrösterei, die für das Bierbrauen notwendig wurde. 1891 wurde Kaspar Felder Eigentümer. Das Braurecht ging an die neugegründete Brauerei Egg über. 1895 erwarb der aus Bayern stammende Adolf Schmid das Gasthaus.

Aus dem Gemeindebaltt vom 31.1.1904

 

Die bis heute übliche Bezeichnung Brennar stammt vom nachfolgenden Wirt Jodok Brenner. Er war eine

imposante Persönlichkeit und sein roter Bart war in der ganzen Talschaft bekannt. Er war landesweit für seinen guten Alpkäse bekannt und betrieb auch einen Laden für Sennereibedarf.

Aus dem Gemeindeblatt vom 5.3.1953

Aus dem Gemeindebaltt vom 2.5.1954

Diesen Verkauf gibt es übrigens bis heute

1980 übernahmen Anita und Franz Metzler das Gasthaus zur Traube.

Durch viel persönlichen Einsatz von Anita und Franz erwarb der neue Brennar einen sehr guten Ruf. Die Speisen waren gut, günstig und groß. Speziell unsere schwäbischen Gäste wussten dies zu schätzen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute betreiben Sohn Thomas Metzler und sein Partner Markus Hecher das Gasthaus zur Traube.

Somit konnte ein Stück Wirtshauskultur im Bregenzerwald gerettet werden. Die Kombination von gutbürgerlicher Küche, gepaart mit einer gut sortierten Weinkarte, ist empfehlenswert.

 

 

 

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